Wer war Andreas Glumm? I

 DIE BLOGLITERATEN

 

(Rolling Stone, Papierausgabe Oktober 2010, Auszug)

"Das ist überhaupt kein Telefon, was die Leute da in ihrer Hand halten! Das ist ein Handspiegel! Die Leute kontrollieren unentwegt ihre eigene Fresse! Die gucken sich an, ob sie sexy genug sind für die Welt, die tun nur so, als drückten sie irgendwelche geheimnisvollen Tasten oder riefen sms-Nachrichten ab."

Derart aggressive Prosa schreibt der Poet 500beine alias Andreas Glumm aus Solingen in seinem stark frequentierten Blog, der ihm drei Buchangebote eingebracht hat - unter anderem vom Airen- und Helene Hegemann-Verlag Ullstein.

"Ullstein hat sich zerschlagen. Im Moment kungle ich mit zwei anderen Verlagen. Da gehe ich mit der Zeit: Ein Buch wird kommen."

Der 1960 Geborene gibt sich siegesgewiss, "geht mit der Zeit", was einem gefühlten Hype zuzuschreiben ist: Deutschsprachige Blogs stürmen den Literaturbetrieb.

..  Und wann wird man ein Buch von Andreas Glumm in den Händen halten? Der Zeitpunkt steht in den Sternen, bis dahin bleibt's noch beim Blog, mit seinen indiskreten Einblicken, auch ins Literaturgeschäft unserer Tage.

 

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Leseempfehlung: Andreas Glumm. Weil ich ihn einfach gerne lese. Ich kenne niemanden, der Menschen so beschreiben kann: Als würde er ihnen direkt in die Seele schauen.

Planet 112, August 2015

 

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Ebenfalls sehr schöne und manchmal sehr traurige Dinge schreibt Andreas Glumm in seinem Blog, das vermutlich jeder Lektor Deutschlands schon mal zwischen zwei Buchdeckel pressen wollte. Zumindest jeder, der seinen Beruf versteht.

Christoph Koch, November 2014

 

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Glumm hat das Schreiben auf der Straße gelernt.

Kiezschreiber, 2015

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Der Glumm schreibt vom Leben, von einem Leben, das manche von euch vielleicht auch kennen, vom echten nämlich, in dem es nicht immer zielgerichtet auf die nächste Stufe der Karriereleiter geht, sondern um die Ecken und Kante, die man so abkriegt, während man nach, ja nach was eigentlich? sucht. Beruhigend, dass es nicht nur mir so geht. Beunruhigend, dass so ein Talent nicht längst irgendwie viel bekannter ist (wobei das mittlerweile nicht mehr so richtig stimmt). Achtung: wenn man erstmal anfängt, kommt man nur schlecht wieder weg, wie bei einem guten Buch! Nehmt euch Zeit dafür, es ist’s wert!

SCRAMBLER , Oktober 2014

 

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Mit einer tiefen Verbeugung vor einem, der wahrhaft schreiben und von dem man so unglaublich viel lernen kann.. (..) Er ist Deutschlands meistgelesener Literatur-Blogger und wird auch von uns für seine Wortgewaltigkeit verehrt. (..) Er ist ein Literat, seine autobiografischen Texte sind gewaltig, wortstark, einzigartig gut. Mit über 1 Mio. Seitenaufrufen gehört er zur Spitze der dt. Blogsphäre, darüber sind sich namhafte Vertreter, von der ZEIT bis zu den Netzpiloten einig. Man sollte ihn kennen. Man sollte ihn lesen.

Herrengedeck , Dezember 2013

 

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Studio Glumm ist ein Blog, auf dem man, wenn man einmal zu lesen beginnt, immer weitere Einträge anklickt, weil es so schwer ist, aufzuhören. Andreas Glumm lebt in Solingen und bloggt über sein Leben. Er tut das mit Witz und Weisheit, sodass man sich mit seinen Geschichten identifiziert. Seine Partnerin Susanne Eggert liefert Illustrationen, die das Blog zu einem Gesamtkunstwerk machen.

DIE ZEIT ONLINE, Oktober 2013

 

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Glumm is the German blog of Andreas Glumm who writes contemporary short stories, usually with a seemingly auto-biographical background. I often have to literally laugh out loud while reading it, even though the stories geberally have a gloomy feeling.

Splitbrain Org., 2009

 

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"Der Berliner Literaturagent war so begeistert, er schnappte bald über am Telefon. Ich hatte ihm eine Handvoll Stories gemailt, 100 Seiten fast, die Begeisterung aber wurde von etwas anderem ausgelöst. 'Endlich mal ein Autor', jauchzte er, 'der nicht in Berlin wohnt!' Er hat auch gleich eine Idee parat, wie man aus dem Blog einen Roman strickt. "Ich hatte keinen Roman", denkt Andreas Glumm in diesem Augenblick. "Einen Haufen Stories, aber keinen Roman.."

(Jan Drees, Rolling Stone, 10/2010) 

 

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"Glumm zu lesen lohnt immer, und wer Glumm nicht kennt, der kann eine unfassbare Menge an Erzählungen nachholen.  Wirklich enorm viel. Hier eine aktuell erschienene über das Abbrechen der Schule und das sinnlose Herumhängen danach.  Man könnte auch hinten in seinem Werk mit dem Lesen anfangen, dann ist man den ganzen Herbst über sinnvoll beschäftigt. Glumm ist Metal, Punk oder Rock’n Roll, Glumm ist filterlos und ohne Milch und Zucker, Glumm klingt immer gut.  Wer autobiografisch erzählen möchte, der kann bei Glumm sehr viel lernen."

Maximilian Buddenbohm, Oktober 2012, Herzdamengeschichten

 

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März 2008, Telefon-Interview mit Andreas Glumm auf dem mittlerweile eingegangenen Radio-G, hier der Link.

 

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Fred-Michael Tesch in der Rheinischen Post über Andreas Glumm

 

16.6.10 11:59

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lava. (6.10.10 11:16)
Wenn dann du jemand berühmt wird: dann du.
Mihihi.

Mit herzl. Gruss,
F. De Lava


hugo (4.7.16 17:12)
Solingen ist ein Scheißkaff. Entweder man geht unter oder blüht auf dem Misthaufen.

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